Seitwärtstritte und Seitengänge in „Western & Dressage“

Artikel in der aktuellen Ausgabe des "HORSEMEN"

 


Artikel  |  Pferde gesund erhalten durch dressurmäßig gerittene Seitengänge, das ist auch im Western-Horsemanship-Bereich heute an der Tagesordnung. Für die Osteopathin und Seminarleiterin Rika Kreinberg entscheidet die Form der Umsetzung darüber, wie förderlich dies wirklich ist. Sie unterscheidet zwischen seitwärtsführenden Schritten und zwischen gerittenen Seitengängen. Bewegungsabläufe, die aus einer tiefen Rumpftätigkeit heraus erwachsen müssen, benötigen Aufbaustufen für Körper und Geist. Kraft, Beweglichkeit, Dynamik und Koordination müssen dafür aufgebaut und aufeinander abgestimmt werden. Das Ziel, Seitengänge mit Leichtigkeit, Anmut und gesund zu reiten, ist somit eine langfristige und anspruchsvolle Aufgabe. Dass aber „locker, funktional und beweglich seitwärts“ auch Teil des Aufbaus ist, erläutert Ihnen die Autorin in dieser Ausgabe.

Schlange oder Bahnschwelle – wie fühlt sich das Pferd an?

Wir kennen Sie wohl alle, die Pferde, die wie „Schlangen“ mit Schulter, Mittel- oder Hinterhand ausweichen und die kaum auf einer geraden Linie auf dem dritten Hufschlag zu reiten sind. Wir kennen aber auch die Pferde, die sich anfühlen wie eine Bahnschwelle, steif wie ein Brett vom Nasenrücken bis zur Kruppe. Der eine zu weich, der andere zu starr. Beiden fehlt es an den nötigen Grundlagen, die sie für aufbauende Arbeit benötigen. Das Üben von Seitengängen unter dem Sattel wäre für beide noch nicht wirklich effizient. Damit das Pferd mit seinem Körper das Bestmögliche unter dem Reiter umsetzen kann, benötigt es ein Grundverständnis für die Hilfen am Maul, an der Seite des Rumpfes durch die Schenkel sowie für die Balanceverhältnisse durch den Reitersitz. Einfach gesagt, der Reiter sollte es in den Grundlagen so gefestigt haben, dass es im Schritt und Trab mit Stellung, Biegung, mit weichem Kontakt über die Nasenzäumung oder das Gebiss zum Maulwinkel geritten werden kann. Und zwar auf Volten und Bögen, geraden Linien an der Bande und auch weg von der Bande. Das Vorwärts, also ob das Pferd dabei fleißig mit raumgreifendem Schritt voran geht, ist dabei stets die oberste Prämisse. (siehe Übung 1)

Schieben oder Lehnen – wie fühle ich mich an?

Reiten wir in der Halle auf dem Hufschlag ersetzt die Bande häufig den äußeren Schenkel und Zügel. Bei einem jungen Pferd nutzen wir dies bewusst, da es noch nicht gelernt hat, die äußeren und inneren Schenkel- und Zügelhilfen als Begrenzung oder Führung zu verstehen. Haben wir aber ein...

...den ganzen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe.